Das perfekte Sakko

April 23, 2015

Im folgenden Beitrag wollen wir euch das Grundwissen von Stoffen, Schnitten und Stilrichtungen, der verschiedenen Sakkoarten geben, damit Ihr beim nächsten Sakkokauf nicht einen Fehlgriff landet.

 

Stoff:

 

Gute Stoffe erkennt man schon am ersten Ertasten. Sie fühlen sich weicher, feiner und glatter an!

Weniger gute Stoffe erkennt man an ihrer rauen, kratzigen und steifen Oberfläche.

 

Diese Stoffe eignen sich am besten für einen Anzug / Sakko:

 

Reine Schurwolle ist erstmalig verarbeitete Wolle von lebenden Schafen. Sie ist sehr weich, schmutzabweisend und kann viel Feuchtigkeit aufnehmen. Dank ihrer temperaturausgleichenden Eigenschaften eignet sie sich für Sommer- sowie für Winteranzüge.

 

Baumwolle wird aus den Samenhaaren der Baumwollpflanze gewonnen. Sie ist hautfreundlich, atmungsaktiv und äußerst strapazierfähig. Baumwollgewebe sind luftdurchlässig und können Feuchtigkeit gut aufnehmen – ideal für leichte Sommeranzüge.

 

Kaschmir ist sehr leicht, wärmt sehr gut und hat einen besonders weichen Griff. Ein perfektes Tuch für den Winter. Die Haarfasern für den edlen Stoff werden aus dem Unterfell der Kaschmirziege gekämmt. Eine Ziege liefert im Schnitt nur 150 Gramm pro Jahr!

 

Leinen stammt aus den Stängeln der Flachspflanze. Es hält den Körper bei Hitze angenehm kühl und wirkt zudem antiallergisch. Nachteil: Wegen des sprichwörtlichen starken Knitterns ("Leinen knittert edel") ist der Stoff für den Business-Einsatz eher ungeeignet.

 

Seide erhält man, indem man den Faden abwickelt, aus dem der Kokon der Seidenraupe besteht. Der Stoff hat ­einen feinen, schimmernden Glanz, wirkt hautberuhigend, temperaturaus­gleichend und eignet sich ebenfalls sehr gut für elegante Sommeranzüge.

 

Mohair stammt aus den Haaren der Angora-Ziege. Je jünger das Tier, desto feiner und zarter das Garn. Die Wolle ist leicht, weich, extrem elastisch und äußerst wärmend. Mischgewebe aus Mohair und Schurwolle sind sowohl leicht als auch knitter-resistent.

 

Unabhängig davon, um welche Wollart es sich handelt, kann man die Feinheit des Garns bestimmen.
Z.B. bedeutet "super 120's", dass 120 Yard (1 Yard = 0.91 Meter) des verwendeten Woll-Haares 1 Gramm wiegen.
Ein "super 180's" Stoff ist somit 50% feiner, weil 180 Yard des verwendeten Woll-Haares 1 Gramm wiegt.

Die super-s Feinheit ist unabhängig von der Stoffdicke. Mit einem super 260's Garn - einem der feinsten der Welt, kann man sowohl einen dicken und dichten Stoff, als auch ein dünnes und leichtes Tuch weben.
Darum gibt es oft zusätzlich die Angabe "g/m²", also z.B. 220 Gramm pro Meter.

 

 

Sakkos:

 

Das Einknopfsakko ist perfekt für schmale und sportliche Männer geeignet durch einen schnittigen Look und dem langen, schmalen Revers. Kombiniert am besten mit einem Hemd mit schmalen Kragen und einer schmalen Krawatte, aber auch weniger formell einfach mit einem Polo-Shirt.

 

Das Zweiknopfsakko ist der Klassiker und fast immer passend, für jeden Anlass. Dabei ist stets darauf zu achten, dass nur der obere Knopf geschlossen wird und beim Sitzen unbedingt öffnen, weil es sonst unschöne Falten wirft. Ein Hemd ist immer die richtige Wahl – mit oder ohne Krawatte.

 

Das Dreiknopfsakko ist eher aus der Mode und wirkt hauptsächlich bei älteren Männern seriös und passend. Wird gerne als Offiziersjacket verwendet in der Armee.

 

Der Zweireiher (auch Doppelreiher genannt) hat das seriöseste Erscheinungsbild und hat sich in den letzten Jahren stark modernisiert durch einen sportlichen und taillierten Schnitt. Das Sakko endet idealerweise knapp unterhalb der Gürtellinie. Wichtigste Regel beim Zweireiher: Alle Knöpfe bleiben IMMER geschlossen. Diese Regel gilt auch fürs Sitzen! (Ausnahme: Der untere Knopf außen darf offen bleiben)

Neben einem Hemd mit Krawatte passt auch gut ein Rollkragenpullover. Da immer mehr sommerliche Farben, wie türkis und helle Pastelltöne auf den Markt kommen, darf gerne experimentiert werden. Ansonsten fährt man hier, wie auch bei allen anderen Sakkos (Anzügen) mit einem Marine-Blau, Hellgrau, Anthrazit und Schwarz immer richtig.

 

 

 

 

Für bestimmte Anlässe (hauptsächlich Abendveranstaltungen) gibt es dann noch die edelen Varianten Smoking und Frack.

 

Ein klassisches Smokingjackett besteht aus einem einreihigen oder zweireihigen Sakko ohne Rückenschlitz. Die Farbe ist schwarz oder mitternachtsblau. Das klassische einreihige Smokingjackett hat nur einen Schließknopf. Das Revers ist mit Seidensatin oder gerippter Seide (Ripsseide), dem Seidenspiegel, besetzt. Es kann als steigendes Spitzrevers oder als Schalfasson ausgeführt sein. Die Jacketttaschen werden als Paspeltaschen (ohne Klappe) ausgeführt. Die Knöpfe (Schließknöpfe und Ärmelknöpfe) werden mit dem gleichen Material wie das Revers besetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Frack bezeichnet eine taillenkurze Jacke mit den typischen Schößen („Schwalbenschwänze“). Im Volksmund wird aber oft der gesamte Frack-Anzug (mit Weste, Hose etc.) als Frack bezeichnet. Er gilt als der König der Herrenkleidung

 

 

 

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